Empathie
Auch: Mitgefühl, Empathy
Sich in das Erleben des anderen einfühlen UND es zeigen — ohne sich darin zu verlieren. Empathie ist Haltung, keine Technik.
Worum geht's?
Empathie ist die Fähigkeit, das Erleben eines anderen Menschen wahrzunehmen, zu verstehen — und das auch sichtbar zu machen. Sie ist mehr als Sympathie und mehr als Mitleid. In allen helfenden Berufen gilt sie als zentraler Wirkfaktor — für Vertrauen, Mitwirkung und Zufriedenheit; im medizinischen Kontext sogar für Therapietreue und Heilungsverläufe.
Wann einsetzen?
- •Durchgehend — als Grundhaltung.
- •Verstärkt sichtbar machen bei emotionalen Themen.
Wann NICHT?
- •Nicht zu „funktionalem Mitleid“ herabstufen.
- •Nicht in Co-Verzweiflung kippen — dann braucht das Gegenüber Sie, um Sie zu trösten.
So machst du's
- 1Zuhören, ohne sofort zu lösen.
- 2Gefühle benennen, bevor Sie weitermachen (NURSE).
- 3Körpersprache: zugewandt, ruhig, präsent.
- 4Selbstregulation: eigene Emotionen wahrnehmen, nicht unterdrücken — aber auch nicht in den Vordergrund stellen.
Beispiele
Das klingt, als wäre Ihnen das in den letzten Wochen sehr nahegegangen. Ich kann mir vorstellen, dass das viel ist, was Sie da gerade tragen.
Häufige Fallstricke
- •„Ich kann das so gut verstehen“ ohne Bezug — wirkt floskelhaft.
- •Empathie und sachliche Klarheit gegeneinander ausspielen — beides geht zusammen.
Abzugrenzen von
Empathie ist die innere Haltung — Validierung das verbalisierte Werkzeug daraus.
Verwandte Einträge
Diesen Eintrag auch im Glossar:
/wissen/empathie