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Grundkurs Gesprächsführung
Zwölf Stationen, ca. 30 Minuten. Vom aufmerksamen Zuhören über das Spiegeln und Fragen bis hin zu den Strategien für schwierige Gespräche — ein Fundament, das in jedem professionellen Kontext trägt.
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Grundhaltung & Zuhören
- 1Aktives ZuhörenDie Basis. Beginne hier.
Aufmerksames, signalisierendes Zuhören, das dein Gegenüber spüren lässt: „Ich werde wahrgenommen.“ Die Basis jeder gelingenden Gesprächsführung — in Beratung, Therapie, Coaching, Pflege oder Medizin.
- 2Stille / Schweigen
Bewusst eingesetzte Pausen geben Raum zum Nachdenken, Fühlen und Sortieren — gerade nach schwierigen Nachrichten oft wirkungsvoller als jedes Wort.
- 3Empathie
Sich in das Erleben des anderen einfühlen UND es zeigen — ohne sich darin zu verlieren. Empathie ist Haltung, keine Technik.
- 4Validierung (emotional)
Gefühle ausdrücklich als verständlich und legitim anerkennen — auch wenn man die zugrundeliegende Sicht nicht teilt.
Spiegeln & Fragen
- 5Reflektion (allgemein)
Übergeordneter Begriff für das Spiegeln von Inhalten, Gefühlen oder Bedeutungen. In MI Kern, in der Grundtechnik unverzichtbar.
- 6Paraphrasieren
Das Gehörte mit eigenen Worten zurückgeben, um Verstandenes zu prüfen und dem Gegenüber zu zeigen: Ich habe wirklich zugehört.
- 7Offene Fragen (OARS)
Fragen, die mit „Was“, „Wie“ oder „Inwiefern“ beginnen — und nicht mit Ja/Nein beantwortbar sind. Die Tür für jedes vertiefende Gespräch.
Veränderung begleiten
- 8Akzeptanz (MI-Spirit)
Wertschätzende, nicht-wertende Grundhaltung — Respekt vor der Autonomie des Gegenübers, auch wenn Sie inhaltlich anders entscheiden würden.
- 9Change Talk
Aussagen des Gegenübers, die in Richtung Veränderung zeigen — Wunsch, Fähigkeit, Gründe, Bedarf, Verpflichtung. Erkennen, hervorlocken, verstärken.
- 10Rolling with Resistance
Widerstand nicht konfrontieren, sondern aufnehmen und umlenken — wie im Aikido. Gegenargumentieren verstärkt Widerstand, Mitgehen entkräftet ihn.
Schwierige Gespräche
- 11E — Emotions (Emotionen adressieren)
Nach der Mitteilung: nicht weiterreden. Stille aushalten, Emotion benennen, validieren. Das Modell NURSE bietet einen praktischen Werkzeugkasten dafür.
- 12Optionen präsentieren (SDM)
Echte Wahlmöglichkeiten klar und ausgewogen darstellen — auch die Option „abwarten“ oder „nichts tun“ gehört in der Regel dazu.