Optionen präsentieren (SDM)
Auch: Wahlmöglichkeiten
Echte Wahlmöglichkeiten klar und ausgewogen darstellen — auch die Option „abwarten“ oder „nichts tun“ gehört in der Regel dazu.
Worum geht's?
Erster Schritt im Shared Decision Making: das Gegenüber erfährt explizit, dass eine Wahl ansteht und welche Optionen es gibt. Häufig gibt es 2–3 fachlich vertretbare Wege — inklusive „nichts tun“ oder „abwarten“. Wichtig: ausgewogen und ohne implizite Bevorzugung darstellen.
Wann einsetzen?
- •Wenn es echte fachlich vertretbare Wahlmöglichkeiten gibt.
- •Bei lebensstilrelevanten Entscheidungen.
- •Bei Optionen mit deutlichen Trade-offs.
Wann NICHT?
- •Im Notfall mit klarem Standardvorgehen.
- •Wenn fachlich nur eine Option vertretbar ist — dann klar empfehlen.
So machst du's
- 1Choice Talk: „Hier gibt es nicht eine richtige Lösung — es kommt darauf an, was zu Ihnen passt.“
- 2Optionen kurz benennen, ohne sie schon zu bewerten.
- 3„Nichts tun“ oder „Abwarten“ als legitime Option mitnennen.
- 4Verständnis prüfen.
Beispiele
Wir haben hier drei Wege: eine Operation, eine Strahlentherapie oder erstmal abwarten und engmaschig kontrollieren. Welcher davon Sinn macht, hängt davon ab, was Ihnen wichtig ist. Wollen wir die Optionen einzeln durchgehen?
Häufige Fallstricke
- •Lieblings-Option zuerst und ausführlicher darstellen — Bias.
- •„Watchful Waiting“ unterschlagen, weil es sich nach „nichts tun“ anfühlt.
Verwandte Einträge
Diesen Eintrag auch im Glossar:
/wissen/sdm-options